Die Forschung am Tier ist neben der an Pflanzen ein Schwerpunkt der Biowissenschaft. Auch Rinder erwecken bei den Forschern Interesse, man beschäftigt sich hier vor allem mit Themen um und aus der Landwirtschaft. Dabei geht es recht vielseitig zu. Rhythmen verbindet jeder von uns zunächst nur mit einem – mit Musik. Doch auch in der Biowissenschaft kann es um Taktgefühl gehen – ein korrekter Melkrhythmus steigert nämlich die Qualität, in dem Fall der Milch, so Wissenschaftler der TU München. Das Tier produziert Milch mit einem höheren Proteingehalt und das ist für uns Menschen gesund.

Daneben ist die Ernährung der Tiere ein weiteres Gebiet der Forschung. An der Universität Hohenheim gibt es dazu sogar “Kühe mit Loch”. Die Wissenschaftler untersuchen die einzigartige Fähigkeit der Wiederkäuer, Cellulose zu zersetzen und als Nahrung zu nutzen. Auch wir Menschen nehmen Zellstoff zu uns, scheiden ihn jedoch im Vergleich zur Kuh unverdaut wieder aus, daher sind es für uns reine Ballaststoffe. Rinder sind uns dabei einen Schritt voraus, sie können den Zellstoff im Pansen verdauen und damit echte Energie für ihren Stoffwechsel daraus gewinnen. Um für ihre Arbeit aus den vier Mägen der lebenden Kuh Proben entnehmen zu können, benötigen die Wissenschaftler einen Zugang ins Innere des Rinds. Das haben sie über ein wiederverschließbares Loch an einem der Mägen gelöst, so die Stuttgarter Zeitung im September. Die Kühe seien dadurch nicht gestört und grasen munter weiter – trotz des kleinen Schönheitsfehlers – so die Zeitung weiter. Dann wünschen wir “Guten Appetit”!

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